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Haiti: Wie Compassion bisher half

08-02-2010

Kaum einen Monat nach dem Erdbeben wendet sich die Aufmerksamkeit der Medien langsam wieder anderen Themen zu. Doch die Menschen in dem zerstörten Karibik-Staat sind es wert, dass wir sie nicht aus dem Blick verlieren. Wie sah dabei die bisherige Hilfe von Compassion aus?

„Gottes Versorgung ist überwältigend – in kleiner wie in großer Hinsicht“, freut sich Regina Hopewell, Compassions Direktorin für „Ergänzende Hilfsmaßnahmen“, angesichts der großen internationalen Bereitschaft, für Compassions Patenkinder, ihre Familien und die Projekte zu spenden. In diesen ersten Wochen nach dem schweren Beben ging es natürlich darum, das unmittelbare Überleben der Betroffenen zu sichern, medizinische Hilfe zu leisten und festzustellen, wie groß der Schaden für Menschen und Projekte ist. Denn: 65.000 Kinder in Haiti sind von ihnen abhängig – sie, ihre Familien, und die vielen Mitarbeiter, die sich unter schwersten Bedingungen um sie kümmern.

Zuerst halfen die Nachbarn

Bemerkenswert ist es, dass die erste Hilfe nach dem Beben von Compassions Landesbüro und Partnergemeinden in der benachbarten Dominikanischen Republik kam. Sie sammelten spontan Hilfsgüter für die Erdbebenopfer: 9000 betroffenen Menschen (das sind 1800 Familien) konnte so in den Tagen der ersten Not geholfen werden.
Wie ging es danach weiter?

• Am 23. Januar landete das erste Frachtflugzeug mit Hilfsgütern von Compassion: Es brachte Paletten mit Reis, Bohnen, Spaghetti und medizinischen Gütern. Die Waren wurden in „Familiengrößen“ aufgeteilt und durch die Gemeinden, die die Compassion-Projekte durchführen, an die Familien verteilt. Hierzu Regina Hopewell: „Wir möchten, dass die Gemeinden als die Versorger angesehen werden.“

• Seitdem folgten weitere Hilfsflüge im Abstand von ungefähr 2 Tagen. Die Lieferungen erfolgen sämtlich über Santo Domingo in der Dominikanischen Republik, um den berüchtigten „Flaschenhals“ am Flughafen von Port-au-Prince zu vermeiden. Mithilfe der Mitarbeiter im Nachbarland werden die Güter dann nach Haiti gebracht. Hier bewährt sich das Netzwerk aus Compassions Projekten in den beiden Ländern. Geliefert werden vor allem Zelte und Zeltplanen, Trinkwasser und Nahrungsmittel und medizinische Güter.

• Ein Team aus Ärzten und Krankenschwestern behandelte mehrere Hundert Patienten, vor allem Kinder und ihre Angehörigen aus den Projekten. An 15.000 Kinder und Familien wurden Haushaltsgüter, Nahrungsmittel und Hygienesets verteilt. Wasserreinigungstabletten, Zelte, medizinische Güter für die Partnergemeinden, lokale Krankenhäuser und das medizinische Team wurden gekauft und verschifft.

• Die Mitarbeiter von Compassion Haiti und in den Projekten kümmerten sich in der ganzen Zeit um die unmittelbaren Bedürfnisse der Kinder und ihrer Familien: Notunterkünfte, medizinische Versorgung und Essen und Trinken wurden bereitgestellt. Viele der Gemeinden treffen sich zum Gebet und um den betroffenen Menschen Trost zu spenden.

• Alle Mitarbeiter sind dabei, Informationen zu jedem der 65.000 Patenkinder in Haiti einzuholen, vor allem aus den 38 schwer getroffenen Compassion-Projekten in Port-au-Prince und Umgebung. Unter den gegebenen Umständen eine Herkulesaufgabe, wenn man bedenkt, dass in Haitis Hauptstadt allein 6400 Patenkinder Projekte besuchen. Praktisch bedeutet das für die Mitarbeiter, von Zelt zu Zelt zu gehen und von Nachbarschaft zu Nachbarschaft, um Informationen zu erhalten. Die 75 Mitarbeiter von Compassion Haiti hätten es dabei nötig, dass ihnen selbst geholfen wird: Viele haben Angehörige und ihr Zuhause verloren. Sie sollen seelsorgerlich begleitet werden, um die eigene Trauer bewältigen zu können.

Und die Zukunft?

Compassions Regionalbüro für Mittelamerika und die Karibik und Compassion Haiti arbeiten zurzeit an einer Strategie für den langfristigen Wiederaufbau. Darin eingeschlossen werden soll auch der Wiederaufbau von einem Zuhause für die Familien der Kinder und der getroffenen Projekte.

Wir bitten Sie weiter darum, diese Bemühungen zu unterstützen, indem Sie für die Menschen und die Arbeit von Compassion auf Haiti spenden:

Compassion
Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel (EKK)
Konto:                           802 042
BLZ:                               520 604 10
Verwendungszweck:  Haiti

IBAN: DE57 5206 0410 0000 8020 42             
BIC: GENODEF1EK1

Wenn vorhanden, geben Sie bitte Ihre Compassion-Referenznummer an.

Herzlichen Dank!

 

 


Iradukunda Leah
Rwanda
2. Juni 2002